Kreisverwaltung mit Beratungsangebot für Verkehrssünder

5. September 2017


Drogen, Alkohol, zu viele Punkte in der Flensburger Akte – Gründe, warum sich manch einer vorerst auf einen Alltag ohne Auto einstellen muss. Ist der Führerschein wegen schweren oder wiederholten Verkehrsverstößen eingezogen, ordnet die entsprechende Führerscheinstelle oft eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) an, um über eine Neuerteilung der Fahrerlaubnis zu entscheiden. Das Gutachten selbst wird im gesamten Bundesgebiet von Begutachtungsstellen für Fahreignung erstellt, welche durch das Bundesamt für Straßenwesen anerkannt sind. Die Kreisverwaltung Mainz-Bingen bietet seit  Beginn des Jahres mit der Kommunalen Informations- und Beratungsstelle eine Hilfe für Verkehrssünder, die MPU erfolgreich zu bestehen und sich für den Straßenverkehr zu rehabilitieren.

Motive, Absichten, Einstellungswandel – Aspekte, die bei einer MPU kompromisslos auf dem Prüfstand stehen. Das Beratungsangebot der Kreisverwaltung hilft eine differenzierte Sichtweise auf das eigene Verhalten zu entwickeln, dessen Hintergründe zu erkennen und die Ursachen zu analysieren. „Für ein erfolgreiches Gutachten müssen die Betroffenen problembewusst und einsichtig sein. Außerdem müssen sie nachweislich Strategien entwickeln, die Rückfällen vorbeugen“, so Gudrun Schuh von der Projektstelle MPU der Kreisverwaltung. Dazu werden kostenfreie Erstgespräche angeboten. Für weitere umfassende Beratungen und eine längerfristige Begleitung richten sich die Kosten nach dem Einkommen, um jedem eine qualifizierte Vorbereitung auf eine MPU zu ermöglichen.

Körperliche Voraussetzungen, klarer Geist, reflektierter Charakter – darauf achten die Gutachtungsstellen besonders. Dass Betroffene dabei aktiv mitwirken und Kooperationsbereitschaft signalisieren ist unerlässlich. Dazu gehören beispielsweise auch Abstinenzkontrollen bei Trunkenheitsfahrten ab 1,6 Promille – dem statistisch häufigsten Grund für eine MPU. Eine gute Vorbereitung ist das A und O um die MPU auf Anhieb zu bestehen und seinen Führerschein wieder ausgehändigt zu bekommen. Das spart Zeit und vor allem Kosten. Zwischen 400 und über 700 Euro werden für ein Gutachten fällig.

Terminvereinbarungen für ein Beratungsgespräch sowie weitere Informationen können telefonisch unter 06131/6933-5050 oder -5060 bei der Kommunalen Informations- und Beratungsstelle der Kreisverwaltung Mainz-Bingen eingeholt werden.

Ansprechpartner:

Pressestelle

Tel.: 0 61 32 / 787-10 12

E-Mail an die Pressestelle